Psychosomatik

Glaukom

Vortrag

Psychosomatik des Glaukoms

Zusammenfassung eines Vortrags

diese Zusammenfassung eines Literaturreferates soll Anregungen für eine weitere Beschäftigung mit diesem Thema bieten; ich bitte, Mängel in der Ausarbeitung nachzusehen.

Einleitung:

warum Psychosomatik des Glaukoms als Thema?

klinische Erfahrung der "Glaukompersönlichkeit" (zwanghaft-ängstlich besorgt)

Gewinnung v.Anhaltspunkten für die weitere Bearbeitung des Themas

Diagnostik:

Untersuchungen auf bestimmte Persönlichkeitsmerkmale

Weinstein,Dobossy:    Neigung zu Aggressivität , wird unterdrückt

Holtmann: Fragebogentest MMPI (MinnesotaMultiphasicPersonalityInventory)

556 Fragen werden gestellt, 80-120 Minuten pro Test!

Resultat: erhöhte Werte für die Skalen Hypochondrie-Depression-Hysterie (von 8 klinischen Skalen)

v.a. bei männlichen Patienten auffallende Übereinstimmung mit dem Profil von Neurotikern mit psychosomatischen Erscheinungen.

"Es ist durchaus denkbar, daß die komplizierten Mechanismen der Produktion und es Abflusses von Kammerwasser über den vegetativen Betriebsapparat des Auges durch Emotionen so gestört werden , daß eine vorübergehende oder dauernde Drucksteigerung resultiert"

"Das Erleben stellt somit eine ebenso wirksame Störquelle für die selbsttätigen Regulationsvorgänge dar wie primär somatische Veränderungen."

Magitot:  das primäre Glaukom als eine Krankheit der Affektivität

Böhringer et al.:    "wie günstig und überraschend oft nur der Milieuwechsel und eine allgemeine Entspannung den Augendruck beeinflußen.."

Grignolo et al.:   dienzephale Entstehung, häufiges Auftreten von anderen psychosomat.Erkrankungen wie Magengeschwür, Bronchialasthma, Koronarinsuffizienz

Böhringer:

die Psychologie des Auges,seine Bedeutung in der Organsprache:

 emotionelle Beeinflußung des Augeninnendrucks:

Ergebnisse:

psychopathologisch: ängstlich-hypochondrisch, Neigung zu depressiven Verstimmungen,Zwängen u. Phobien

Sexuelle Störungen (Frigidität,Impotenz)

Affektlabilität

Rorschach-Test: eher extrovertierte Menschen, deren Affektentladungen durch Neigung zu Verdrängungen,Depressionen und Verstimmungen gehemmt sind;      werden bei vielen Menschen mit neurotischer Lebensentwicklung gefunden,nicht für Glaukompatienten typisch: -> Frage der Organwahl

zur Organwahl: beim Glaukompat. ist möglicherweise eine gesteigerte visuelle Erlebnisfähigkeit vorhanden, deshalb die hervorragende Stellung des Auges als Organ in der Depression des Glaukomkranken?

eine ausgesprochene Angst vor dem Dunkeln (die aber bei vielen Angstzuständen u. Depressionen vorhanden ist)

 Schlußfolgerung:

es gibt viele Hinweise, daß das Glaukom als psychosomatische Erkrankung zu werten ist; zur Beantwortung der Frage der Organwahl sind die auffallenden Veränderungen im visuellen System besonders wichtig. ->Weinen, Dunkelangst

 inneres/äußeres Sehen

besondere Bedeutung des Sehens für den Glaukompatienten (deshalb die Organwahl?)

trifft das auch auf das innere Sehen (Träume, Visionen) zu? vgl.Groddeck

 Therapie:

(Schultz-Zehden)

autogenes Training    (auch als Mittel zur Selbsterfahrung)   "das entscheidende Agens ist das Selbst-tätig-werden"

in Verbindung mit gruppendynamischen Gesprächen

formelhafte Vorsatzbildung, auf den Betroffenen und seine Krankheit abgestimmt ( s.a.Kaluza&Strempel)

"Sehtraining"

Glaukomabende nach dem abgeschlossenen Kurs regelmäßig (ca alle 2-3 Monate),auf denen die Pat. über  ihre Formeln u. ihre Selbsterfahrung mit d. Autog. Tr. berichten können.   

wichtig ist das Gruppenerlebnis!(Schultz-Zehden)

katathymes Bilderleben (Psychotherapie mittels Tagtraumtechnik nach Leuner)

Tempelhofer Damm 179
D-12099 Berlin-Tempelhof

Tel. 030 751 45 44
  oder 751 20 32

Öffnungszeiten:

Mo-Fr  8:30 - 20:00 Uhr
Sa 9:00 - 12:00 Uhr

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